Gastronomie 2020

Der Frankfurter Immobilienmarkt boomt und die vielen neu entstehenden Gastronomie-Flächen in den schicken Hotels, Büro- und Hochhäusern locken Gastronomen aus dem In- und Ausland an. Viele System-Ketten haben Frankfurt auf dem Schirm, der Wettbewerb um die Frankfurter Kunden hat begonnen.


Freuen dürfen wir uns auf Stadtsalat, ein Konzept, das ursprünglich aus Hamburg kommt und nun den bundesweiten Siegeszug antritt. Ursprünglich als reines Delivery-Konzept mit eigenen Fahrern gestartet, gibt es mittlerweile auch in Berlin und demnächst auch auf der Bockenheimer Landstraße Filialen. Frische Salat, Produkt-Transparenz, leckere Kreationen und schnelle Lieferzeiten kennzeichnen dieses Bowl-Restaurant. Da frischer und leckerer als die Konkurrenz, wird sich Stadtsalat ohne Zweifel durchsetzen.

 

Ein weiteres Konzept, das sich bereits in NRW und im Norden etabliert hat, und nun nach Frankfurt kommt, ist Bona’me; ein orientalisch/kurdisches System-Gastronomie-Konzept in großzügiger und moderner Atmosphäre. Generell ist die orientalische Küche absolut im Trend; egal ob Levante, Libanesisch, Persisch oder Türkisch. Man schaue sich nur den riesigen Erfolg von Big Chefs im Foodtopia an. Ich hatte nicht damit gerechnet. Die neuen Konzepte zielen primär auf die ethnische Kundengruppe ab, bedienen aber weit mehr als die eigene Klientel.

 

Am meisten freu ich mich auf die Berliner Jungs von Chicago Williams, die ab Ende Januar im neuen Hotel Gekko House ein Frankfurter Zuhause finden. Wer sorgfältig zubereitetes Fleisch aus dem Smoker liebt, Ribs und frische Bratwurst ebenso schätzt wie handwerklich gebraute Biere, der ist hier genau richtig. Dazu sind die Macher richtig cool, das Hipster-Potential ist gewaltig. In Kombination mit den Hoteliers Micky Rosen/Alex Urseanu (Roomers, Moriki, Bristol), die das Hotel betreiben werden, ist das ein Garant für einen großen Erfolg.

 

Erst einmal erspart bleiben uns der in Frankfurt geplante Start von Keatz. Der Ghostrestaurant-Betreiber aus Berlin, der keinen Gastraum hat und Gerichte unter verschiedenen eigenen Labels in einer Großküche produziert und sie von Kurieren ausfahren lässt, hat mit dem Rückzug von Deliveroo aus Deutschland diesen Markt ebenfalls aufgegeben. Das ist nur der Anfang, das Jahr wird noch viele weitere neue gastronomische Konzepte in die Stadt spülen.